Querschnittstechnologien


Zuletzt aktualisiert von Rolf Gloor am 02.08.2011

Es gibt einige energetische Prozesse ausserhalb der Haustechnik und Beleuchtung wie zum Beispiel Pressluft-, Kälte-, Gebläse- und Pumpensysteme, welche in vielen Branchen zu finden sind. Diese Systeme versorgen Produktionsanlagen mit speziellen Energieformen (Druckluft, Kälte ...) und Medien (Luft, Wasser ...) und sind oft die grossen Energiekonsumenten in einem Unternehmen.

In den Querschnittstechnologien stecken oft grosse Energiesparmöglichkeiten, da man sich in den Unternehmen auf die Produktionsanlagen konzentriert und davon ausgeht und sich nicht um die vorgelagerten Systeme kümmert, solange sie funktionieren. Um den zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten, sind diese Systeme fast immer massiv zu gross und oft doppelt (redundant) ausgeführt. Die Anbieter von solchen Versorgungssystemen treten meistens auch als Spezialisten auf und empfehlen eine Überdimensionierung als Reserve. Theoretisch haben grosse Anlagen einen besseren Wirkungsgrad als kleine Anlagen. Praktisch gilt das aber nur, wenn die Anlagen ausgelastet sind, was sie aber nicht sind. Redundante Systeme werden oft mit identischen Systemen ausgeführt, welche abwechslungsweise laufen, damit dann an beiden gleichzeitig Service gemacht werden kann. Man verpasst die Chance, ein System mit besonders hoher Energieeffizienz zu wählen und das andere (oder alte) nur im Ausnahmefall einzusetzen. Beispiel: Anstelle von zwei neuen 30 kW Schraubenkompressoren einen drehzahlvariablen 15 kW Kompressor und den alten 22 kW Kompressor behalten.


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