Pumpspeicherkraftwerk


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Zuletzt aktualisiert von Rolf Gloor am 21.06.2010

In einem Versorgungsgebiet schwankt der Stromverbrauch über den Tages- und Jahresverlauf erheblich. Da grössere Mengen elektrischer Energie mit Batterien und Kondensatoren nicht wirtschaftlich gespeichert werden kann, bietet sich die Speicherung von Wasser auf grosser Höhe an. Mit einem Pumpspeicherkraftwerk kann bei einem Überangebot von Elektrizität Wasser hochgepumpt werden und später bei einer grossen Nachfrage nach Elektrizität wieder turbiniert werden. Zur Erhöhung der Pumpleistung wird beim Kraftwerk ein Ausgleichsbecken gebaut.

Energiebilanz eines modernen Pumpspeicherkraftwerkes mit zwei 150 MW Pumpen und Turbinen über 500 m Höhe:

Bereich Unterteilung Energie Verluste
Pump-
betrieb
Energieeinspeisung 100,0%
Transformator 99,5% 0,5%
Eigenverbrauch 99,0% 0,5%
Synchronmotoren 97,5% 1,5%
Pumpen 88,5% 9,0%
Rohrleitung 88,0% 0,5%
Speicher 88,0%
Turbinen-
betrieb
Rohrleitung 87,5% 0,5%
Turbinen 82,5% 5,0%
Synchrongenerator 81,0% 1,5%
Eigenverbrauch 80,5% 0,5%
Transformator 80,0% 0,5%
Energieabgabe 80,0%

Ungefähr 12% der Energie gehen beim Pumpen und etwa 8% beim Turbinieren verloren, gesamthaft also rund 20%, bei älteren und kleineren Anlagen können die Verluste auch bei 25% liegen. Bei dieser Betrachtung sind die Verluste in der Zuleitung (Hochspannungsnetz) bei der Energieeinspeisung und -abgabe von etwa 2 bis 4% nicht eingerechnet.

Da die Energie im Speicher zwischengelagert wird, muss die Pumpleistung nicht gleichgross sein, wie die Turbinenleistung.


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