Bei gut gedämmten Gebäuden haben die Lüftungsverluste einen grossen Anteil am Wärmeverlust. Mit einer Lüftungsanlage (Komfortlüftung) kann über die Hälfte des Wärmeverlustes über eine Wärmerückgewinnungsanlage eingespart werden, wenn die Gebäudehülle weitgehend luftdicht ist.

Das Prinzip basiert auf einem Wärmetauscher. Verbrauchte warme Innenluft wird mit einem Ventilator aus dem Raum abgesogen und gibt über den Wärmetauscher der kalten aber frischen Aussenluft einen grossen Teil ihrer Wärme ab. Die dadurch erwärmte Frischluft wird über einen 2. Ventilator in den Raum eingeblasen. Teilweise erfolgt noch eine Vorwärmung über eine Heizung.  

Prinzip einer Komfortlüftung.

Ein Komfortlüftungsgerät besteht aus einem Wärmetauscher, 2 Ventilatoren (Zu- und Abluft), 2 Luftfilter, einem Kondenstablass und einer Steuerung. Die einstellbare Luftmenge liegt bei Wohnungen zwischen 30 und 300 m³/h, wozu etwa 10 bis 100 W elektrische Leistung benötigt wird. Der Wärmerückgewinnungsgrad liegt zwischen 70 und 90 %.

Für die Komfortlüftung werden Luftkanäle benötigt, Üblicherweise strömt die Zuluft in den Korridor, die Schlafzimmern und das Wohnzimmer und die Abluft wird in den Nassräumen und der Küche abgesogen.

Eine energieoptimale Komfortlüftungsanlage hat energieeffiziente Ventilatoren und Wärmetauscher sowie eine Luftmengenregelung über das Raumklima, zum Beispiel für eine CO2-Konzentration unter 1000 ppm.

Lüftungsverluste

Beziehungen

Grösse Symbol Beziehung Einheit
Luftstrom V' V nL / 3600 s/h m³/s
Wärmeleistung Q' V' cp ρ (ϑi - ϑa) W

Einheiten

Begriffe Symbol Einheit Beschreibung
Spezifische Wärmekapazität cp

J/kgK

Wärmemenge um bei konstatem Druck ein Kilogramm um ein Grad zu erwärmen (Luft hat etwa 1 kJ/kgK)
Spezifisches Gewicht ρ kg/m³ Masse von einem Kubikmeter (Luft hat etwa 1,3 kg/m³ auf Meereshöhe)
Luftwechselzahl nL /h Anzahl der Luftwechsel pro Stunde
Temperatur ϑ °C  
Raumvolumen V  
Wärmefluss Q' W  
innen i    
aussen a