Mit Heizöl oder Erdgas kann man heizen und Strom machen. Mit Strom kann man auch heizen, über eine Wärmepumpe gibt es aber ein Mehrfaches an Wärme.

Vergleich von Ölheizung, Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe und Elektroheizung.

Bei den Kosten sind hier die Anlage- und Unterhaltskosten nicht eingerechnet.
1 Liter Heizöl kostet etwa 100 Rp. (Der Erdölpreis liegt bei 40 Rp./Liter)
1 kWh Strom kostet etwa 20 Rp. (Die Produktionskosten liegen bei 5 Rp./kWh)

Ölheizung

Eine Ölheizung hat über das Jahr einen Wirkungsgrad von etwa 90 %. Aus 0.11 Liter Heizöl mit einem Energieinhalt von 1.1 kWh gibt es 1.0 kWh nutzbare Wärme. Rund 0.1 kWh Wärme geht über die warme Verbrennungsluft im Kamin und den heissen Heizkessel im unbeheizten Heizraum verloren. Zusätzlich braucht es noch etwas Strom für das Gebläse, zum Zünden, die Ölpumpe, das Absperrventil der Ölzufuhr und für die Steuerung. Je grösser der Heizkessel ist, desto geringer wird der Anteil Elektrizität.

Eine Gasheizung hat etwas bessere Werte. Da es im Erdgas kaum Schwefelverbindungen hat, bildet sich beim Abkühlen des Rauchgases keine Schwefelsäure im Kondenswasser. Dadurch kann man mehr Wärme aus dem Erdgas gewinnen, da man den Brennwert des Erdgases nutzen kann.

Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk ist ein Verbrennungsmotor mit einem Stromgenerator, bei dem man die Abwärme für Heizzwecke nutzt. Die Wärme, welche sonst über den Luftkühler an die Umgebung abgegeben wird in das Heizsystem geführt. Dorthin wird zusätzlich auch noch die Wärme der Abgase aus dem Auspuff geleitet. Blockheizkraftwerke können mit Vorlauftemperaturen bis 80 °C betrieben werden. Mit diesem System gibt es aus 0.17 Liter Heizöl (Energieinhalt 1.7 kWh) 1 kWh Wärme und 0.5 kWh Strom im Generator. 0.2 kWh Wärme gehen über den Auspuff und den heissen Motor im unbeheizten Heizraum verloren. Das gibt bei einem grösseren Blockheizkraftwerk (> 20 kW elektrische Leistung) einen Wirkungsgrad von 30 % elektrisch und 60 % thermisch.

Für Blockheizkraftwerke werden Verbrennungsmotoren aus der Fahrzeugindustrie verwendet. Die kleinen Motoren sind für eine Lebensdauer von 4000 Stunden (etwa 200'000 km Fahrleistung) konstruiert. Eine übliche Heizung läuft etwa 2500 Stunden im Jahr während 20 Jahren, was 50'000 Stunden Nutzungsdauer ergibt. Vor allem kleine Blockheizkraftwerke haben dadurch hohe Unterhaltskosten. Bei grösseren Anlagen kommen solidere Verbrennungsmotoren (Lastwagen, Schiffsmotoren ...) zum Einsatz, welche höhere Standzeiten haben. Zusätzlich kann der Wirkungsgrad für die Stromabgabe fast 40 % erreichen.

Blockheizkraftwerke, welche mit Erdgas betrieben werden, sind Ottomotoren, also keine Dieselmotoren. Bei Erdgas kann als Alternative zum Blockheizkraftwerk auch eine Brennstoffzelle eingesetzt werden. Mit der Brennstoffzelle wird wie mit einem Blockheizkraftwerk aus chemischer Energie Strom und Wärme erzeugt. Derzeit gibt es noch nicht viele Anbieter für Brennstoffzellen. Nebst dem Verbrennungsmotor und der Brennstoffzelle geben auch Dampfturbinen und Gasturbinen Strom und Wärme ab. Derzeit werden aber noch keine Anlagen unter 1000 kW elektrischer Leistung angeboten.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpenheizung pumpt Wärme von einem tiefen Temperaturniveau auf ein hohes und benötigt dafür Strom. Je kleiner die Temperaturdifferenz dieser beiden Niveaus ist, desto weniger elektrische Energie benötigt sie dafür. Mit 0.25 kWh Strom kühlt sie zum Beispiel 10 °C kalte Luft ab und bekommt so 0.75 kWh Wärme aus der Luft. Diese Wärme zusammen mit der elektrischen Energie für den Kompressor ergibt 1 kWh, welche bei zum Beispiel 40 ° C ans Heizsystem abgegeben wird. Das Verhältnis von abgegebener Wärmeenergie zu aufgenommener elektrischer Energie ist der COP (Coefficient of Performance), welcher bei diesem Beispiel 4.0 ergibt. Je höher die Abgabetemperatur ist, desto schlechter wird der COP. Im Gegensatz zu anderen technischen Anlagen sind die auf dem Markt angebotenen grossen Wärmepumpen nicht bessere als kleinen.

Wärmepumpenheizungen beziehen Wärme aus der Umgebungsluft, Gewässer, Grundwasser, Erdsonden, Abwasser und anderen Quellen. Bei kalter Witterung benötigt man für die Wärmeabgabe im Gebäude eine höhere Vorlauftemperatur als sonst. Bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ergibt das dann ein grosse Spreizung, kalte Umgebungsluft und hohe Abgabetemperatur. Bei -15 ° C Aussenluft und 55 °C Vorlauftemperatur hat die Wärmepumpe dann einen COP von 1, wie eine Elektroheizung.

Elektroheizung

Eine Elektroheizung macht aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme. Elektrische Energie ist aber eigentlich zu wertvoll, um verheizt zu werden. In der Schweiz dürfen für dauernd beheizte Gebäude keine fest eingebaute Elektroheizungen mehr installiert werden. Steckergeräte werden aber noch viele eingesetzt.